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Die drei Revolutionen der Denkart 

Symposion anlässlich des 100. Geburtstages
von Bruno Liebrucks (1911-1986)

am Institut für Kunstwissenschaften und Philosophie (IKP)
der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz
in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der FernUniversität Hagen

 12.- 14. Oktober 2011 Bilder vom Symposion

„Hier wird keine Sprachphilosophie intendiert, sondern eine Philosophie, die von der Sprache herkommt.“

Eine Philosophie von der Sprache her – so schildert der Frankfurter Philosoph Bruno Liebrucks (1911-1986) das Vorhaben seines gewaltigen Hauptwerkes Sprache und Bewußtsein (7 Bände, Frankfurt am Main 1964ff.) Liebrucks ist ein außergewöhnlicher Denker des 20. Jahrhunderts: Zum einen aufgrund seines Ansatzes, Sprache nicht, wie gegenwärtig zumeist, von der Technik her, sondern als die Vermittlung schlechthin im Anschluss an Vico, Herder, Humboldt, Hegel und Hölderlin zu denken; zum anderen aufgrund seines enormen systematischen Anspruchs, eine Antwort auf den Deutschen Idealismus vom Begriff der Sprache her zu geben, die weder hinter das Erreichte zurückfällt  noch bei dem Erreichten einfach stehenbleibt. Seine großangelegten Gesamtinterpretationen der anspruchsvollsten Werke der Philosophie zeigen: Nur von den bislang maximalsten Denkleistungen her lässt sich der logische Horizont der Sprache ausmessen. Und: Das ist keine rein akademische Angelegenheit, denn nach Liebrucks ist der Mensch als Mensch seinem Begriff nach Sprache. Der Sprachlichkeit muss dann auch sein Weltumgang entsprechen, wenn er seiner Menschlichkeit nicht verlustig gehen soll. So wird die Frage unumgänglich:

„Welches philosophische Denken erreicht dasjenige ‚Denken’, das Sprache schon immer geübt hat, wenn auch nur an ihr selbst?“

Von welchem Denken her erschließt sich der Logos der Sprache, in dessen Horizont ein menschliches Leben, Handeln und Erkennen möglich ist? Inwiefern müssen wir dazu nach Liebrucks nicht weniger als „drei Revolutionen der Denkart“ durchmachen? Der Beantwortung dieser und weiterer Fragen widmete sich das Linzer Symposion.

Ausgerichtet wurde das Symposion am Institut für Kunstwissenschaft und Philosophie (Univ.-Ass. DDr. Max Gottschlich) in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der FernUniversität Hagen (Univ.-Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann). Teilnehmer waren bedeutende Schüler von Liebrucks sowie Philosophen aus Deutschland, Österreich und Griechenland.

                                                                    

                                                                         Detailliertes Programm:

Die drei Revolutionen der Denkart 

Symposion anlässlich des 100. Geburtstages
von Bruno Liebrucks (1911-1986)

am Institut für Kunstwissenschaften und Philosophie (IKP)
der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz
in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der

 12.- 14. Oktober 2011


 

 Programm

 Mittwoch, 12.10.

14.00-14.30

Begrüßung der Teilnehmer durch

     Magnifizenz Prof. Dr. Ewald Volgger, Rektor der KTU

     Prof. DDr. Monika Leisch-Kiesl, Präses des IKP

Einführung (DDr. Max Gottschlich)

 Eröffnungsvortrag

14.30-15.15

em. Prof. Dr. Brigitte Scheer (Frankfurt am Main)

Die Sprachlichkeit der Künste unter besonderer Berücksichtigung der bildenden Kunst

15.15-15.30

Diskussion

  

15.30-15.45

Kaffeepause

 

 I. Der Weg zur Dialektik

15.45-16.30

DDr. Max Gottschlich (Linz)

Die Revolutionen der Denkart: Ontologie – Transzendentalphilosophie – Dialektik

16.30-16.45

Diskussion

16.45-17.30

Prof. Dr. Theodoros Penolidis (Thessaloniki)

Zu Liebrucks’ Interpretation des späten Platon

17.30-17.45

Diskussion

 

18.15-19.15

Künstlerisch-philosophische Soirée in memoriam Bruno Liebrucks

(Bischofsaula des Priesterseminars Linz)

 

Donnerstag, 13.10.

II. Zur Logik von der Sprache her 

9.30-10.15

Dr. Klaus Honrath (Hagen)

Bruno Liebrucks und Immanuel Kant: Die Logik, das Geld des Geistes und die (praktische) Vernunft im Leben des Menschen

10.15-10.30

Diskussion

10.30-11.15

Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann (Hagen)

Die Betrachtung der Kategorien an ihnen selbst und die Sprache. Zu Liebrucks' Deutung der Hegelschen Logik

11.15-11.30

Diskussion

 

11.30-11.45

Kaffeepause

 

11.45-12.30

Dr. Werner Schmitt (Frankfurt am Main)

Liebrucks´ Umwege zu Hölderlin

12.30-12.45

Diskussion

 

13.00-15.00

Mittagspause

 

III. Konkretionen: praktische Philosophie, Anthropologie

15.00-15.45

Dr. Maria Woschnak (Wien)

„Handle sprachlich“ – Zur Ethik bei Liebrucks

15.45-16.00

Diskussion

16.00-16.45

Dr. Leo Dorner (Mautern)

Zur politischen Philosophie bei Liebrucks

16.45-17.00

Diskussion

 

17.00-17.15

Kaffeepause

 

17.15-18.00

Dr. Werner Woschnak (Wien)

Liebrucks’ Interpretation von Herder und Gehlen

18.00-18.15

Diskussion

 

18.30

Abendessen

 

Freitag, 14.10.

IV. Logik und Theologie

9.30-10.15

Dr. Fritz Zimbrich (Frankfurt am Main)

Die Götter Hölderlins wohnen im hegelschen Begriff“ - Versuch einer Beschreibung dieser göttlichen Wohnstätte

10.15-10.30

Diskussion

10.30-11.15

Mag. Simone Liedtke (Emden)

Freiheit als Marionette Gottes. Eine Untersuchung über den Gottesbegriff im Werk von Bruno Liebrucks

11.15-11.30

Diskussion

 

11.30-11.45

Kaffeepause

 

Abschlussvortrag

11.45-12.30

em. Prof. DDr. Josef Simon (Bonn)

Absoluter Geist und Persönlichkeit

12.30-13.00

Abschlussdiskussion

 

13.00-15.00

Mittagessen

  


 

 

 

 

Das Symposion wurde durch die großzügige Unterstützung des Bischöflichen Fonds der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz ermöglicht.

 

www.bruno-liebrucks.de
Letzte Aktualisierung: 06.11.2014